Glückaufhaus, Essen

Ein expressives Wahrzeichen, verzahnt mit seinem Ort.

Das 1922/1923 an der Essener Friedrichstraße als Verwaltungsgebäude errichtete Glückaufhaus gehört zu den Wahrzeichen der Industriemetropole an der Ruhr. Entworfen hat den markanten Bau mit teils klassizistischen, teils expressionistischen Fassaden aus Backstein und hellem Ruhrsandstein der Architekt Ernst Bode. 1924 wurde in dem Gebäudekomplex aus viergeschossigem Hauptbau mit Innenhof sowie dreigeschossigem Flügelbau zusätzlich das legendäre Filmstudio „Glückauf“ eröffnet – bis zu seiner Schließung im Jahre 2002 eines der ältesten Filmtheater Deutschlands. Nach dem Zweiten Weltkrieg, den das Glückaufhaus nahezu unbeschadet überstanden hatte, zog der Gesamtverband des Deutschen Steinkohlebergbaus ein. Im Jahre 2004 erwarb das Immobilienunternehmen Kölbl Kruse GmbH das baufällige Gebäude schließlich von der Ruhrkohle AG und beauftragte das Architekturbüro Bahl + Partner mit einer umfassenden Sanierung.

Mit Respekt insbesondere gegenüber den gestalterischen Details expressionistischer Herkunft hauchten die Architekten dem Traditionsbau neues Leben ein. Hinter den denkmalgeschützten Fassaden entstand ein komplett neues Bürogebäude; im vergangenen Jahr wurde zudem das rekonstruierte Filmtheater wieder eröffnet. Von Anfang an bezogen die Architekten den Außenraum vor der expressionistischen Eingangshalle sowie den Innenhof in ihren Planungsprozess mit ein. In enger Zusammenarbeit mit dem Büro BSS Garten- und Landschaftsarchitekten entstand ein Entwurf, der die umgebenden Freiflächen auf den besonderen Charakter der Architektur abstimmt. Auf dem rund 300 Quadratmeter großen Platz vor dem Haupteingang nimmt das Betonsteinpflaster „La Linia“ von Metten die sandbeige Farbe des Gebäudesockels auf und schafft eine quasi nahtlose Fortsetzung der ebenfalls mit hellen Bodenplatten gestalteten Eingangshalle in den Außenbereich. „Wir wollten einen Stein mit lebendig anmutender Oberfläche, der sich den historischen Fassaden anpasst und gleichzeitig etwas Neues schafft“, erklärt die Architektin Claudia Alshut vom Büro Bahl + Partner.

Bautafel

Project:

Glückaufhaus, Essen

Kleuren en formaten:

MeUmbrianoGranitgrau weissOberflaecheret
Granietgrijs-wit

50 x 50 x 8 cm

100 x 100 x 8 cm

Architect:

BSS Garten- und Landschaftsarchitekten, Mettmann

Opdrachtgever:

Kölbl Kruse GmbH, Essen

Hoeveelheid:

1.090 m²

Oplevering:

2009

Overige toegepaste producten:

MeLaLiniaSandbeigeOberflaeche775ret
Zandbeige

60 x 60 x 12 cm

60 x 60 x 14 cm

Kategorien:

Bedrijven

Gallery